Die Dampflok BR 01 gehört zur Bauart 2'C 1' h2 bzw. h3. Sie verfügt über 2 aufeinanderfolgende, in einem Drehgestell vereinigte, vom Hauptrahmen unabhängige Laufachsen, sowie 1 vom Hauptrahmen unabhängige Laufachse. Die Dampfart ist Heißdampf und die Maschinen besitzen 2 bzw. 3 Zylinder.

Mehr Wissenswertes

Die Dampflok BR 01 wurde erstmals 1925 von der Firmen AEG und Borsig gebaut, später auch von den Firmen Krupp, Henschel, Hohenzollern und BMAG. Bis zum Jahre 1938 wurden insgesamt 231 Exemplare der Baureihe 01 an die Deutsche Reichsbahn geliefert. Eingesetzt wurden diese Dampflokomotiven im schnellen Reisezugverkehr. Die erste in Serie gebaute Einheitslokomotive war mit einer Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h, welche später auf 130km/h heraufgesetzt wurde, die stärkste deutsche Schnellzuglokomotiv-Bauart. Die zweizylindrigen Maschinen waren auch im Verbrauch relativ sparsam und so lag auch hier die Dampflok der Baureihe 01 an der absoluten Spitzenposition.

Details zur Dampflok BR 01


  • Hersteller: AEG, Borsig, Henschel,BMAG, Hohenzollern
  • Gesamtlänge: 23.940 mm
  • Nummerierung: diverse
  • Gewicht: 108,9t
  • Baujahre: 1925-1938
  • Höchstgeschwindigkeit: 120/130km/h vorwärts, 50/80 km/h rückwärts
  • Ausmusterung: 1982
  • Brennstoffvorrat: 10,0t Steinkohle
  • Wasservorrat: 30.0/32.0/34.0 m³
  • Anzahl: 231
  • Leistung: 1648 kW (2240 PS)
  • Zugheizung: Dampf
  • Kesselüberdruck: 16 bar

Der Umbau der Dampflok BR 01

Bis zu ihrer Ausmusterung im Jahre 1982 wurde die BR 01 mehrere Male umgebaut. Die ersten Umbauten erfolgten in den Jahren 1950 bis 1957 durch die Deutsche Bundesbahn. Ergänzt wurden Verbrennungskammern im Kessel, Mischvorwärmer und Turbospeisepumpen. Ausgetauscht wurden die größeren Windleitbleche durch kleinere Witte-Bleche, welche dem Lokpersonal eine wesentlich bessere Streckensicht bescherte. Die zweiten Umbauten der Dampflok erfolgten in den Jahren 1957 bis 1961 auch durch die DB. Während dieser Zeit wurden in etwa 50 der BR 01 umgerüstet. Ergänzt wurden neue Mischvorwärmer und geschweißte Hochleistungsdampfkessel, sowie Wälzlager anstatt der Gleitlager eingebaut. Aufgrund vieler Veränderungen an Schornstein, Umlauf, Frontschürze und Zylinderblock sah die Dampflok nun ganz anders aus.

Viele Exemplare der Dampflok BR 01 sind als Museumsexponate erhalten. Das Verkehrsmuseum in Dresden, das Eisenbahnmuseum in Bochum, das Bayerische Eisenbahnmuseum in Nördlingen und das Eisenbahnmuseum Dresden-Altstadt sind nur ein paar wenige der zu nennenden Standorte.

Einige wenige der Lokomotiven sind bis heute als betriebsfähige Modelle erhalten geblieben. Die 01 202 ist in Lyss stationiert und wird auf dem ganzen Schweizerischen Normalspur-Schienennetz eingesetzt. Die 01 118 gehört der Historischen Eisenbahn Frankfurt und wird regelmäßig zu Museumsfahrten eingesetzt und die 01 066 ist im Bayerischen Eisenbahnmuseum in Nördlingen beheimatet,von wo aus regelmäßig Sonderfahrten stattfinden.