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Das Betriebsgattungszeichen war ein Bezeichnungssystem für Dampflokomotiven (Dampfloks) der Deutschen Bahn und wurde 1924 eingeführt. Mit diesem System war es möglich Lokomotiven diverser Bauarten mit gleichen Betriebseigenschaften zu kennzeichnen. Dadurch kam es zu einer Erleichterung im Einsatz unterschiedlicher Dampfloks der früheren Länderbahnen.

Das System bestand aus vier Teilen:

1. Einem Buchstaben aus der nachfolgenden Tabelle, der den Loktyp spezifiziert (Schnellzuglok, Personenzuglok usw.).
2. Einer meist zweistelligen Zahl, welche die in ihrer ersten Stelle die Anzahl der gekuppelten Achsen und in der zweiten die Gesamtzahl der Achsen der Lokomotive anzeigt. Die Achsen von Schlepptendern werden fanden keine Berücksichtigung.
3. Durch einen Punkt getrennt, wird die Achslast der Treibachsen in Tonnen angegeben.
4. Wird das Lichtraumprofil, durch zum Fahrzeug gehörenden Teilen überschritten, dann wird dies mit einem Dreieck über der Achslast gekennzeichnet. Überragt nur ein entfernbarer Schornsteinaufsatz das Lichtraumprofil, dann wird das mit einem zusätzlichen Balken über der Spitze des Dreiecks über der Achslast gekennzeichnet (siehe Fotos in der Galerie).

Die Betriebsgattungszeichen können auch auf die Elektrolokomotiven angewendet werden. Da Elektrolokomotiven (E-Loks) universeller einsetzbar sind, wurde dieses Vorhaben aufgegeben.

Tabelle mit den Dampflokgattungen

HauptgattungStammnummer

 

SchnellzuglokomotivenS01 – 19
PersonenzuglokomotivenP20 – 39
GüterzuglokomotivenG40 – 59
Schnell- und Personenzug-TenderlokomotivenSt u. Pt60 – 79
Güterzug-TenderlokomotivenGt80 – 96
ZahnradlokomotivenZ97
LokalbahnlokomotivenL98
SchmalspurlokomotivenK99