Die E-Lok BR 243 war eine ehemalige Lokomotive der Deutschen Reichsbahn, die von der Firma LEW in Hennigsdorf bei Berlin hergestellt wurde. Sie wurde als Lokomotive für den Personen- und mittelschweren Güterverkehr entworfen und hat eine Dauerleistung von 3500 kW, welche von 4 Motoren generiert wird. Die Dauerzugkraft beträgt 128 kN. Die E-Lok BR 243 wurde von 1984 bis 1990 hergestellt und war ein Schwestermodell der bewährten Baureihe 250 (heute Baureihe 155), eine schwere und leistungsstarke Lokomotive mit einer Spitzengeschwindigkeit von 160 KM/h. Die erste E-Lok BR 243 wurde wegen ihrer Färbung „Weiße Lady“ genannt und ist auch heute noch bei den Werken der LEW zu finden. Heute gehört das Unternehmen LEW zu AEG.

Details zur E-Lok BR 243


Hersteller: LEW-Hennigsdorf
Gesamtlänge: 16.640 mm
Nummerierung: 243 001–370
243 551–662
(die letzten drei
nach Unfällen von
Maschinen der Nummernreihe
001–370 wieder aufgebaut)
243 801–973
(die letzten fünf
nach Unfällen von Maschinen
der Nummernreihe 001–370
wieder aufgebaut
Gewicht: 82,5 t
Baujahre: 1982
1984–1991 (Serie)
Höchst-
geschwindigkeit:
120 km/h
Ausmusterung: seit 2008
Antrieb:LEW-Kegelringfeder
Fahrmotoren: 4
Stromsystem: 15 kV 16,7 Hz ~
Anzahl: 646 + 1 Prototyp
Leistung:3500 kW
Anfahrzugkraft: 240 kN
Zugsicherung:PZ 80/LZB I 80/I 60 R/PZB 90 V. 1.6
Bremse: KE-GPR-E mZ,
Klotzbremse,
elektrodynamische Bremse,
2200 kW Dauerleistung
Achsformel: Bo'Bo'
Wissenswertes
Die E-Lok BR 243 gehört zu den Loks mit der Achsformel Bo'Bo'. Bei der Achsformel Bo'Bo' wurden und werden je zwei einzeln angetriebene Achsen in zwei verschiedenen Rahmendrehgestellen verwendet.

Mehr Wissenswertes

Einsatz der E-Lok BR 243

Die Lokomotive wurde als Personen- und Güterzuglokomotive von der Reichsbahn eingesetzt und auch an andere Bahngesellschaften verliehen. Die deutsche Bundesbahn mietete im Jahre 1990 150 dieser Lokomotiven an, da ein Mangel an Lokomotiven für den Nahverkehr herrschte. Diese Lokomotiven wurden hauptsächlich für den Regional- und Nahverkehr eingesetzt. Einige Exemplare dienten auch als Zugkraft für die S-Bahn. Diese waren in den früheren S-Bahn Farben Orange und Lichtgrau lackiert. Die deutsche Bahn taufte 1992 die Lokomotive in die Baureihe 143 um. Neben der deutschen Bahn nahm auch die schweizerische Südostbahn (SBO) diese Lokomotive in Anspruch. In Deutschland wird die Baureihe 243 bzw. 143 auch heute noch im Regionalverkehr eingesetzt. Der Kontrast zwischen modernen Doppelstockwagen und der eckigen, lauten BR 243 sticht ins Auge. Diese Lokomotiven sind allerdings sehr zuverlässig und werden auch noch einige Jahre für den Regionalverkehr der deutschen Bahn im Einsatz sein.