120 198 Ausbesserungswerk Dessau

Die BR 120 wurde einerseits als berühmte Lok der DB und andererseits als „Taigatrommel“ der DR hergestellt. Um die geforderten Leistungen erbringen zu können, benötigte die Diesellok BR 120 (V 200) für den Haupt- und Nebenbahndienst zwei Traktionsdiesel. Das trieb den Wartungsaufwand der ansonsten sehr solide konstruierten Lokomotiven in die Höhe. Zudem bekam die Baureihe 120 mit der leistungsstärkeren Diesellok Baureihe 221 (Facelifting) Konkurrenz im eigenen Haus und verlor mit der fortschreitenden Elektrifizierung ihr Einsatzfeld. Mit gut 30 Jahren erreichte die Baureihe 120 daher ein nur geringes Lebensalter. Eine Reihe Maschinen wurde verkauft. Die SBB setzten sie als Am 4/4 vor Bauzügen ein. Die BR 120 wurde in den Jahren 1953 bis 1959 gebaut, hat eine Leistung von 1620 kW, eine Länge über Puffer von 18.470 mm sowie eine Dienstmasse von 81 t und wurde 86 Mal gebaut.

Details zur Diesellok BR 120


Hersteller: Lokomotivfabrik Luhansk
Gesamtlänge: 17.550 mm
Höhe: 4.493 mm
Nummerierung: V 200 001–314
ab 1970: 120 001–378
ab 1992: 220
Gewicht: 115,1 t
Baujahre: 1966 - 1975
Höchst-
geschwindigkeit:
100 km/h
Ausmusterung: 1995
Brennstoff-
vorrat:
3900 l Diesel
Anzugskraft: 350 kN
Anzahl: 378
Leistung: 1470 kW / 2000 PS
Motorentyp: Kolomma 14 D 40
Zugheizung: elektrisch
Leistungs-
übertragung:
elektrisch
Achsformel:Co'Co'
Wissenswertes
Die Diesellok BR 120 (DB BR 220) gehört zum Bautyp Co'Co'. Der Bautyp Co'Co' ist mit je drei einzeln angetriebene Achsen in zwei verschiedenen Rahmendrehgestellen augestattet.

Mehr Wissenswertes

Die Diesellok BR 120 - Die Standarddiesellokomotive für den Ostblock

Diesellok BR 120 Zu den Lugansker Standarddiesellokomotiven für den Ostblock gehörten die bei der Reichsbahn zunächst als BR 120 (V 200) eingeordneten „Taigatrommeln“ oder „Wummen“. Es handelte sich um einfach aufgebaute, schwere Maschinen für den Güterverkehr. Zwei Diesellokomotiven ersetzen drei Dampflokomotiven. Fahrpersonal und Werkstätten schätzten die robuste Konstruktion. Geringe Bauartänderungen, wie der Einbau eines Warmhaltungsgerätes für den Kühlkreislauf, waren vor allem den unterschiedlichen Einsatzbedingungen in der Sowjetunion und der DDR geschuldet. Zahlreiche Maschinen fahren für Privatbahnen. Die Diesellok BR 120 in der DR-Version wurde 1966 bis 1975 mit einer Leistung von 1470 kW hergestellt. Die Maschine misst eine Länge über Puffer von 17.550 mm, wiegt 116 t und wurde in einer Stückzahl von 378 Exemplaren produziert.