Die Dampflok Baureihe 01 gehört zur Bauart 2'C 1' h2 bzw. h3. Sie verfügt über 2 aufeinanderfolgende, in einem Drehgestell vereinigte, vom Hauptrahmen unabhängige Laufachsen, sowie 1 vom Hauptrahmen unabhängige Laufachse. Die Dampfart ist Heißdampf und die Maschinen besitzen 2 bzw. 3 Zylinder.

 

In den Jahren 1950 – 1951 wurden 5 Maschinen von der Deutschen Bundesbahn umgebaut. Dazu gehören die Dampflok Baureihe 01 042, 01 046, 01 112, 01 154 und 01 192. Bei den Umbauarbeiten wurden Henschel-Mischvorwärmer der Heinl und Turbospeisepumpen ergänzt. Weiterhin wurden Verbennungskammern in die Kessel eingebaut. Zum Abschluss der Umbaumaßnahmen, wurden die Wagner-Windleitbleche durch Witte-Bleche ausgetauscht. Die Witte-Bleche waren trotz ihrer kleineren Abmessungen genauso wirksam wie die Wagner-Windleitbleche. Vier der fünf Umbauloks blieben bis 1968 in Betrieb. Die fünfte bekam noch einen Neubaukessel.

Dampflok BR 01 - Umbauten ab 1957 (DB)

Ab 1957 wurden weitere 50 Dampfloks der Baureihe 01 von der Deutschen Bundesbahn umgebaut. Die Fahrzeuge bekamen geschweißte Hochleistungskessel, welche schon bei der Dampflok Baureihe 01.10 verwendet wurden. Jeder der Kessel bestand aus zwei Schüssen. In die Rauchkammer wurde eine neue Mischvorwärmanlage einegbaut, sowie etliche Gleitlager durch Wälzlager ersetzt. Die Lauf- und Treibwerke erfuhren ebenfalls einige Verbesserungen.

Weitere Änderungen wurden am Zylinderlock und am Umlauf vorgenommen. Äußerliche Unterschiede von der alten Konstruktion bekamen die Loks sich durch einen niedrigeren Schornstein mit großem Durchmesser und das weglassen eines Speisedomes. Durch das entfernen der Frontschürze, sowie durch geänderte Rahmenteile bekamen die Loks ein wuchtigeres Aussehen. Die Sanddome wurden aus Sicherheitsgründen durch Sandkästen an der Innenseite der Umlaufbleche ersetzt. Weiterhin bekamen alle Loks einen Seitenzug-Heißdampfregler.

Alle umgebauten Fahrzeuge behielten ihre Betriebsnummern. Der Nebaukessel der verunfallten 01 122 wurde in die Lok 01 131 verbaut und so zur 51. Umbaulok.

Dampflok BR 01 - Rekolokomotive 01.5 (DR)

Im RAW (Reichsbahnausbesserungswerk) Meiningen wurden ab 1962 eine Reihe Dampflok Baureihe 01 für die Deutsche Reichsbahn rekonstruiert. Insgesamt wurden 35 Fahrzeuge unter der Regie der VES-M Halle rekonstruiert. Es wurden, wie bei der DB, nur Lokomotiven mit verstärkter Bremse (01 102) ausgewählt. Im Rahme der Rekonstruktion bekamen die Maschinen neue Windleitbleche der Baurt Witte mit abgeschrägten Kanten. Dazu kamen noch ein neues Führerhaus, eine neuer höher gelegener Kessel, welcher mit einer Verbrennumgskammer und einen Mischvörwärmer, sie mit Trofimoff-Schieber versehen wurde. Hinzu kam eine durchgehende Verkleidung der Dome. Bei einigen Rekoloks findet man eine kurze Umlaufschürze. Bei acht Lokomotiven, dazu zählen die 01 502, 504, 508, 509, 511, 513, 517 und 518, wurden die bis dahin genutzten Räder durch Boxpok-Räder ersetzt. Die Boxpok-Räder kennt man bereits von den Dampflokomotiven aus den USA und der UdSSR. Darüber hinaus wurde die hälfte der Fahrzeuge mit einer Öl-Hauptbefeuerung ausgerüstet.

Dampflok BR 01

01 066 – Die älteste betriebsfähige Lokomotive ist die 1928 von BMAG gebaute 01 066. Sie war bis 1977 bei der Deutschen Reichsbahn (u.a. als 01 2066-7) im Dienst und diente bis 1989 als Heizlokomotive im VEB Waschmittelwerk Genthin in Nauen

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