Die Diesellok BR 216 gehört zum Bautyp B'B'. Im Bautyp B'B' sind je zwei antriebsmäßig miteinander gekuppelte Drehgestelle mit je zwei miteinander gekuppelten Radsätzen verbaut.

Mehr Wissenswertes

Die Diesellok BR 216 der Deutschen Bahn AG ist die erste Variante des Prototypen V 160, welcher nach dem zweiten Weltkrieg von der Deutschen Bundesbahn als einmotorige Großdiesellokomotive entwickelt wurde und im mittelschweren Streckendienst Einsatz fand. Aus der V 160 entstand im Laufe der Zeit ein ganzes Cluster mit über 800 Exemplaren, deren unterschiedliche Varianten im 1968 eingeführten Baureihenschema der Deutschen Bahn unter den Seriennummern 210, 215, 216, 217, 218 und 219 geführt werden. Die Diesellok BR 216 ist seit 1968 unter der Kurzbezeichnung „Baureihe 216“ bekannt. Durch Umbauten kamen später noch zwei weitere Baureihen hinzu, und zwar die Baureihe 225 und die Baureihe 226, welche auf der Baureihe 216 basiert. Die 1960 genormten Prototypen 216 001 bis 216 009 und das Einzelstück 216 010, das bedauerlicherweise verschrottet wurde, weichen optisch von den Serienfahrzeugen 216 011 bis 216 224 ab. Bei den Serienfahrzeugen wurde auf die ausgerundete Stirnfront verzichtet, die die Vorserien-Loks kennzeichnet. Den ersten Exemplaren der Diesellok BR 216 wurde von den Eisenbahnern in Anlehnung an die damals weltberühmte italienische Schauspielerin Gina Lollobrigida der Spitzname Lollo gegeben. Aus den bewährten Prototypen wurde die erfolgreichste DB-Diesellok entwickelt.

Details zur Diesellok BR 216


  • Hersteller: Krupp, KHD, Henschel, Krauss-Maffei, MaK
  • Gesamtlänge: 16000 mm
  • Nummerierung: diverse
  • Gewicht: 76,7 t
  • Baujahre: 1964 - 1968
  • Höchstgeschwindigkeit: Schnellgang: 120 km/h, Langsamgang: 80 km/h
  • Ausmusterung: 2003
  • Brennstoffvorrat: 2700 l Diesel
  • Anzugskraft: 240 / 170 kN
  • Anzahl: 224
  • Leistung: 1400 kW
  • Motorentyp: MTU MB 16 V 652 TB 10
  • Zugheizung: Dampf
  • Leistungsübertragung:hydraulisch

Der Einsatz der Diesellok BR 216 von 1979 - 1983

Von 1979 bis 1983 wurde die Diesellok BR 216 dazu eingesetzt, schwere Güterzüge durch den Ruhrpott zu schleppen. Wie fast alle Streckendiesellokomotiven der Deutschen Bundesbahn ist sie – im Gegensatz zu den Lokomotiven der Deutschen Reichsbahn – doppeltraktionsfähig, wodurch insbesondere eine relativ genaue Leistungsabstimmung möglich wurde. Beispielsweise konnte sie zusammen mit der als leistungsstärkste geltenden Baureihe 218 betrieben werden, die auch heute noch auf vielen nichtelektrifizierten Strecken der Deutschen Bahn AG im Einsatz ist, sowohl im Personen- und Nahverkehr, als auch im Schnellzugdienst und im Güterverkehr. Seit 1968 sind die Dieselloks der Baureihe 216 im sogenannten Bw Ulm Rbf beheimatet, dem Bahnbetriebswerk des Ulmer Rangierbahnhofs, welches heute noch in Betrieb steht.