Die Triebwagen BR 646 gehört zum Bautyp 2'Bo2'. Im Bautyp 2'Bo2' sind zwei, in einem beweglichen Drehgestell vereinigte Laufachsen, zwei einzeln angetriebene Achsen im selben Rahmen, sowie zwei, in einem beweglichen Drehgestell vereinigte Laufachsen, verbaut.

Mehr Wissenswertes

Zum europaweit meistverkauften Triebwagen für den Personennahverkehr zählt der sogenannte Gelenktriebwagen der Stadler Rail. Ursprünglich benötigte die Schweizer Biel-Täuffelen-Ins-Bahn einen neuen Triebwagentypen, der auf schwere Dachaufbauten verzichtete. 1995 wurden von Stadler das erste Modell entwickelt. Hierbei war der Antrieb in einem separaten Modul zusammengefasst worden. Schon 1996 setzte die schweizerische Mittelthurgaubahn die ersten Prototypen erfolgreich ein. Um auch in Deutschland diesen Triebwagen BR 646 zu nutzen, wurde mit AEG, SLM, Alusuisse und DWA-Bautzen ein Konsortium gegründet, welches 30 Fahrzeuge an die Hessische Landesbahn liefert. Erst danach stieg auch die Deutsche Bahn mit einer Bestellung von 66 Triebwagen ein. Seit 2000 ist für die Entwicklung und Produktion allein die Stadler verantwortlich. Optisch präsentiert sich der Triebwagen Baureihe 646 in verschiedenen Kopfdesigns. Dabei ist dieser Zug sowohl rein elektrisch aber auch nur dieselbetrieben erhältlich. Die Modellreihe mit dieselelektrischem Antrieb wird unter der Baureihe 646 bei der DB geführt.

Details zum Triebwagen BR 646


  • Hersteller: Stadler Rail AG
  • Gesamtlänge: 38660 mm
  • Nummerierung: 001 - 030, 201 - 213
  • Gewicht: 54 t
  • Baujahre: 2000 - 2001
  • Höchstgeschwindigkeit: 120 km/h
  • Ausmusterung: alle Triebwagen sind betriebsfähig
  • Anzahl: 43
  • Leistung: 550 kW
  • Motorentyp: MTU Zwölfzylinder-V
  • Antrieb: elektrisch oder dieselhydraulisch
  • Leistungsübertragung: elektrisch
  • Zugsicherung: PZB

Die Triebwagen BR 646 und deren Beheimatung und Fahrtüchtigkeit

Der UIC-konforme Triebwagen ist ein Vollbahnfahrzeug bei dem 2 von den 6 vorhandenen Achsen angetrieben werden. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 140 km/h. Als Leichttriebwagen treten jedoch Leistungsverluste durch verschmutzte Gleise und durch eine unzureichende Kühlung der Antriebsaggregate auf, die dann sicherheitshalber heruntergefahren werden. Andererseits bietet dieser Triebwagen eine optimale Raumausnutzung und bietet seinen Fahrgästen einen hohen Komfort mit Klimaanlage, Mehrzweckraum und neuen Vakuumtoiletten. Der Lokführer nimmt im Kopf des Triebwagens mittig Platz. Für ein höheres Fahrgastaufkommen können diese Züge auch in Mehrfachtraktion betrieben werden. Bei der hessischen Bahn hat der Triebwagen zum Beispiel in Betzdorf, Beienheim, Friedrichsdorf und Gießen seinen Standort. Bei der Bundesbahn gehören beispielsweise die Bahnhöfe Usedom, Neuruppin, Frankfurt (Oder) und Berlin zum Heimatstandort.