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Diesellok Baureihe 199
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Die Diesellok BR 118 oder auch BR V180

Diesellok BR 118Die Baureihe 118 wurde als Baureihe V 180 vom Lokomotivbau Karl Marx Babelsberg für die Deutsche Reichsbahn gebaut. Sie war die größte Diesellok der DDR. Die Firma LKM stellte im Jahre 1959 mit der Achsformel B'B' die zwei Vorauslokomotiven V 180 001 und 002 fertig. Da die DDR Industrie nicht in der Lage war alle Teile für die Großlokomotive herzustellen, besaßen die Lokomotiven noch ein Voith-Getriebe und wurden ohne Heizkessel geliefert. Diese Lokomotiven besaßen außerdem eine Vielfachsteuerung von Brown, Bowen & Cie. Diese Loks wurden nicht in die DR übernommen und im Jahre 1965 verschrottet. Die erste Serienproduktion bis zur V 180 087 wurde in den Jahren 1963-1965 fertiggestellt und erhielten zwei Zwölfzylinder-Dieselmotoren der Bauform 12 KVD 18/21-A1 in V-Anordnung. Die Nennleistung der Motoren war je 662 KW / 900 PS und kamen vom VEB Motorenwerk Johannisthal. Für den Einsatz auf den Nebenbahnen wurde die BR 118 mit der Achsformel C'C' entwickelt und im Jahr 1964 als V 180 201 fertiggestellt. Es folgten 205 Lokomotiven, die mit der Baureihenbezeichnung 118 ausgeliefert wurden.

Versionen und Einsatzgebiet der BR 118

Die sechsachsige Version der Lokomotive besaß den Motor 12 KVD 18/21-A3 mit 736 KW / 1000 PS Antriebsleistung. Bei einem späteren Motorentausch, wurden die Motoren 12 KVD 18/21-AL4 mit 883 KW / 1200 PS verbaut. In den 1980er Jahren wurden hochaufgeladene Motoren der Bauart 12 KVD 18/21-AL5 mit je 1100 KW / 1500 PS eingebaut. Von einem Serienumbau wurde dennoch abgesehen.

Die BR 118 wurde vorwiegend im Schnellzugverkehr eingesetzt. Dazu gehörte auch der Transitverkehr von West-Berlin in die BRD. Die 118 war universell einsetzbar, sodass sie auch auf Nebenbahnen mit leichterem Oberbau eingesetzt werden konnte. Die Maschinen 118 548, 550 und 552 waren den Regierungszügen der DDR zugewiesen. Die Loks waren im April 1990 zwischen Wannsee und Potsdam Hbf. im S-Bahn-Vorlaufverkehr im Einsatz. Insgesamt 9 der noch vorhandenen 42 Maschinen sind betriebsfähig (Stand November 2015). Viele dieser robusten Diesellok BR 118 sind in Museen untergestellt.

Musealer Erhalt:

  • 118 075 Deutsches Technikmuseum Berlin (weitgehend Original)
  • 118 118 Museum Bw Schwerin
  • 118 119 Museum Bw Lutherstadt Wittenberg, privat
  • 118 141 Museum Bw Chemnitz-Hilbersdorf
  • 118 202 als V 240 001 Verkehrsmuseum Dresden
  • 118 505 war als V 180 005 erste Serienlok, Museum Bw Arnstadt
  • 118 578 Museum Bw Weimar
  • 118 585 Eingang Betriebsgelände der ITL in Pirna
  • 118 586 Museum Bw Staßfurt
  • 118 617 Eisenbahnmuseum Tuttlingen
  • 118 683 bei OSEF e.V. Löbau als Leihgabe des DB-Museums Nürnberg (bis 2022)
  • 118 692 Historischer Lokschuppen Wittenberge
  • 118 731 Museum Bw Weimar
  • 118 748 Historischer Lokschuppen Wittenberge
  • 118 749 Museum Bw Arnstadt
  • 118 770 Museum Bw Glauchau
  • 118 776 Museum Bw Schwarzenberg
  • 118 782 Museum Bw Chemnitz-Hilbersdorf

Details

Details zur Diesellok BR 118

Hersteller:Lokomotivbau Karl Marx Babelsberg Gewicht:78 t - 95 t
Baujahre:1960–1966 (B'B') 1966-1970 (C'C') Höchstgeschwindigkeit:120 km/h
Anzugskraf:228 - 270 kN Brennstoffvorrat:2700 l Diesel
Spurweite:1435 mm Motorentyp:12KVD21 A-2; 12KVD21 A-3,
12KVD21 AL4
Anzahl:über 300 Leistung:2x 662 kW / 2x 900 PS
- 2x 883 kW / 2x 1200 PS
Ausmusterung:1995 Zugheizung:Dampf
Gesamtlänge:19.460 mm Leistungsübertragung:hydrodynamisch
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