Die Diesellok BR V 200 gehört zum Bautyp B'B'. Der Bautyp verfügt über zwei antriebsmäßig miteinander gekuppelte Drehgestelle, die mit je zwei miteinander gekuppelten Radsätzen vereint sind.

Mehr Wissenswertes

Die Diesellok BR V 200 ging schon im Jahre 1956 in Bau und diente als Einsatzmittel für die unterschiedlichsten Zwecke. Hergestellt wurde die Diesellok V 200 damals von MaK mit 20 Maschinen sowie zum größten Teil von der Firma Krauss-Maffei mit 61 Ausführungen. Die eigentliche Aufgabe der Diesellok BR V 200 bestand in der Beförderung von hochwertigen und schnellen Zügen, die auf den Hauptstrecken in Deutschland unterwegs waren. Der technische Fortschritt sorgte allerdings dafür, dass immer mehr Elektroloks auf die Schienen drängten und die Diesellok V200 auf den Hauptfahrten ablösten. Das führte dazu, dass die Diesellok BR V 200 hauptsächlich nur noch im Nahverkehr oder zum Transport von Güterwaggons verwendet wurde. Nach und nach stellte sich dann auch in diesen Bereichen heraus, dass die V 200 oft leistungsmäßig an ihre Grenzen stieß, sodass die Deutsche Bundesbahn sie ab dem Jahr 1962 durch die stärkere Variante der V200.1 und später durch die Baureihe 221 ersetzte.

Details zur Diesellok BR V 200


  • Hersteller: Krauss-Maffei, MaK
  • Gesamtlänge: 18.470 mm (Vorserie), 18.530 mm
  • Nummerierung: diverse
  • Gewicht: ca. 80 t
  • Baujahre: 1953; 1956–1957; 1959
  • Höchstgeschwindigkeit: 140 km/h
  • Ausmusterung: 1984
  • Motorentyp: Maybach MD 650, MTU MB 12 V 493 TZ
  • Zugheizung: Dampf
  • Anzahl: 86
  • Leistung: 1618 kW
  • Anzugskraft: 235 kN
  • Zugsicherung: Zeit-Weg-Sifa, Indusi

Die Ausmusterung der Diesellok BR V 200

Die Lokomotiven bestehen aus einem Stahlrahmen, der mit einem aufgesetzten Lokkasten in Blechprofilbauweise ausgestattet ist, um dadurch ausreichend Platz für zusätzliche Anlagen zu schaffen. Da die Diesellok BR V 200 geprägt war von zwei Motoren, entstand ein immer größer werdender Wartungsbedarf, der die Deutsche Bundesbahn dazu veranlasste, sie nach und nach aus dem Schienenverkehr zu ziehen. Ein weiterer Grund dafür war auch die Art der Heizung, wobei sich die vorhandene Dampfheizung nicht gegen die elektrischen Heizungen anderer Serien durchsetzen konnte. Im nachhinein war festzustellen, dass es keine BR V 200 gibt, die 30 Jahre in den Diensten der Bahn stand. Verwendung fanden einige Varianten allerdings im Ausland, nachdem sie an die Schweizerischen Bundesbahnen und nach Italien verkauft wurden. In betriebsfähigem Zustand sind heute noch eine Lok des Vereins Historischer Eisenbahnfahrzeuge Lübeck, die Museumseisenbahn Hamm, die Brohltalbahn sowie ein Fahrzeug der Westfälischen Lokomotiv-Fabrik Hattingen. Zudem befinden sich noch einige V 200 in Museen wie dem Verkehrsmuseum Nürnberg, dem Deutschen Technikmuseum Berlin, dem Technik-Museum Speyer und dem Eisenbahn & Technik Museum Rügen.