Die Diesellok BR 130 (DB BR 230) gehört zum Bautyp Co'Co'. Im Bautyp Co'Co' sind je drei einzeln angetriebene Achsen in zwei verschiedenen Rahmendrehgestellen verbaut.

Mehr Wissenswertes

Die Diesellok BR 130, auch „Ludmilla“ oder „Taigatrommel“ genannt, sind Maschinen, die von 1970 – 1982 hergestellt worden sind. Produziert wurden die Lokomotiven von der ukrainischen Firma Lokomotivfabrik Woroschilowgrad (heute Lugansk), die einst von den deutschen Kaufleuten Gustav Hartmann und Richard Hartmann gegründet wurde. Die Aggregate wurden aus der damaligen Sowjetunion in die DDR exportiert. Die Deutsche Reichsbahn nutzte die Loks für den Personen- und Güterverkehr, beispielsweise zum Transport von Kalk und Kohle, sowie als Eilzug und D-Zug. Insgesamt wurden 873 Loks in der Deutschen Demokratischen Republik als Baureihe 130, 131, 132, sowie 142 eingesetzt. Die Dieselloks BR 230 kommen auf eine Höchstgeschwindigkeit von bis zu 140 km/h, bei einer Stundenleistung zwischen 2200–2940 kW. Die Anzugfahrkraft der Diesellok BR 130 liegt bei 294–450 kN. Nach dem Fall der Mauer im Jahre 1989 fuhren die Züge der Diesellok BR 230 auch in den Westen bis hin nach Kassel, Hamburg und Köln und belieferten West-Deutschland mit verschiedensten Gütern. Mit dem Zusammenschluss der deutschen Reichsbahnen wurden die Maschinen der Diesellok BR 130 im gesamten Bundesgebiet eingesetzt und leisteten damit einen wichtigen Beitrag für das wirtschaftliche Wachstum innerhalb der Bundesrepublik Deutschland.

Details zur Diesellok BR 130


  • Hersteller: Lokomotivfabrik Woroschilowgrad
  • Gesamtlänge: 20620 - 20820 mm
  • Nummerierung: diverse
  • Gewicht: 122 - 124,7 t
  • Baujahre: 1970 - 1982
  • Höchstgeschwindigkeit: 100 / 120 / 140 km/h
  • Ausmusterung: 1995
  • Brennstoffvorrat: 6000 l Diesel
  • Anzugskraft: 294 - 450 kN
  • Anzahl: 873
  • Leistung: 2200 - 2940 kW
  • Motorentyp: Kolomma 5 D 49 / 16 Tsch N 26/26
  • Zugheizung: elektrisch
  • Zugsicherung: PZB, Sifa

Aufbau und verbleib der Diesellok BR 130

Die Lokomotiven bestehen aus einem Stahlrahmen, der mit einem aufgesetzten Lokkasten in Blechprofilbauweise ausgestattet ist, um dadurch ausreichend Platz für zusätzliche Anlagen zu schaffen. Die Kraftübertragung der Maschinen erfolgt elektrisch. Angetrieben wird die Baureihe von einem direkt einspritzenden 16-Zylinder-Viertakt-Dieselmotor, der mit einem Turbolader und Ladeluftkühler auf eine Leistung von 2200 kW (3000 PS) kommt. Die Maschinen wurden speziell für den deutschen Markt hergestellt. Von den Modellen konnten nur wenige exportiert werden, wie zum Beispiel nach Bulgarien, in die Tschechoslowakei, sowie in die UdSSR. Auch in Bosnien-Herzegowina sind Lokomotiven der Diesellok BR 130 zum Einsatz gekommen. Viele der Züge wurden umgebaut, um so in verschiedenen Einsatzgebieten entsprechende Arbeit zu verrichten. Unter anderem als Schnellzug wurden die Exemplare erfolgreich verwendet und konnten Personen mit Spitzengeschwindigkeiten transportieren.